ELISABETH MÜCKSCH

Die Sopranistin Elisabeth Mücksch wuchs in einer musikalisch geprägten Familie auf und erhielt bereits früh Violinunterricht am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden. Schon als Kind sammelte sie umfangreiche Erfahrungen im Chorgesang und war unter anderem Mitglied im Kinderchor der Landesbühnen Sachsen. Im Alter von 15 Jahren begann sie ihre gesangliche Ausbildung bei Ulrike Feilhaber in Dresden.

Mit Beginn ihres Studiums in Leipzig entwickelte sich neben ihrer beruflichen Ausbildung zur Sprach-, Sprech- und Stimmtherapeutin zunehmend auch ihre Tätigkeit als Sängerin. Über viele Jahre wirkte sie in verschiedenen renommierten Vokalensembles mit und sammelte dabei umfassende Erfahrungen in der historisch informierten Aufführungspraxis ebenso wie im klassischen und zeitgenössischen Repertoire.

Zu den Ensembles, mit denen Elisabeth Mücksch regelmäßig zusammenarbeitete beziehungsweise weiterhin zusammenarbeitet, gehören das Johann Rosenmüller Ensemble unter Arno Paduch, das Sächsische Vocalensemble unter Matthias Jung, das Collegium Vocale Leipzig unter Michael Schönheit, das Bachconsort Leipzig unter Gotthold Schwarz sowie die Gaechinger Cantorey Stuttgart. Konzertreisen mit diesen Ensembles führten sie durch verschiedene europäische Länder sowie nach Japan und Mittelamerika.

Seit 2022 ist Elisabeth Mücksch Sopranistin im renommierten Calmus Ensemble Leipzig. Das international erfolgreiche Vokalquintett verbindet die große Leipziger Vokaltradition mit einem außergewöhnlich breiten Repertoire von Alter und klassischer Musik über zeitgenössische Kompositionen bis hin zu Folk, Jazz und Pop. Mit dem Ensemble ist sie sowohl in Deutschland als auch international auf Konzertreisen zu erleben.

Einen besonderen Schwerpunkt ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit bildet die Kirchen- und Oratorienmusik. Als Solistin ist Elisabeth Mücksch vor allem im mitteldeutschen Raum zu hören. Dabei arbeitet sie regelmäßig mit Dirigenten wie Gotthold Schwarz, Matthias Jung, Gregor Meyer, Michael Schönheit und Hans-Christoph Rademann zusammen. Diese Begegnungen und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen musikalischen Epochen prägen ihre künstlerische Entwicklung und ihre besondere Leidenschaft sowohl für Alte Musik als auch für Werke der Gegenwart.

Eine langjährige musikalische Verbindung besteht auch nach Merseburg. Hier war Elisabeth Mücksch wiederholt als Solistin in Konzerten und Gottesdiensten zu erleben. So sang sie unter anderem in Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem gemeinsam mit der Domkantorei Merseburg, CANTIAMO und der Merseburger Hofmusik sowie in Aufführungen von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium. Bereits 2018 war sie bei den Merseburger Orgeltagen als Ensemblesolistin im Merseburger Dom beteiligt.

Auch bei den 56. Merseburger Orgeltagen 2026 ist Elisabeth Mücksch als Solistin zu erleben. Im Festgottesdienst am 13. September übernimmt sie die Sopranpartie in Gregor Joseph Werners Missa „Sunt bona mixta malis“. Gemeinsam mit David Erler, Tobias Hunger und Emanuel Jessel sowie dem Ensemble Solamente Naturali musiziert sie unter der Leitung von Michael Schönheit.

Elisabeth Mücksch verbindet in ihrer musikalischen Arbeit langjährige Ensembleerfahrung, solistische Präsenz und eine besondere Vertrautheit mit der mitteldeutschen Kirchenmusiktradition. Ihre Tätigkeit reicht von der Renaissance und dem Barock bis zur zeitgenössischen Vokalmusik und wird gleichermaßen von stilistischer Vielseitigkeit, präziser Ensemblearbeit und einer ausgeprägten Freude an der musikalischen Kommunikation getragen.