24. Juni 2017

Geistliche Musik in Gottesdienst und Konzert

24. Juni 2017

Zum Gedenken an den 250. Todestag von
Georg Philipp Telemann am 25. Jnui 1767
Johann Sebastian Bach „Ein Fest Burg ist unser Gott“ Kantate BWV 80
Georg Philipp Telemann: „Der Tag des Gerichts“ TWV 6:8

GESINE ADLER – Sopran, SUSANNE LANGNER – Alt, ALBRECHT SACK – Tenor,
KLAUS MERTENS – Bass, COLLEGIUM VOCALE LEIPZIG,
KAMMERCHOR DER SCHLOSSKAPELLE SAALFELD, MERSEBURGER HOFMUSIK
Leitung: MICHAEL SCHÖNHEIT
VVK 20 €, erm. 17 €, AK 24 €, erm. 21 €

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„Der Tag des Gerichts – Georg Philipp Telemanns Spätwerk“

GESINE ADLER – Sopran
SUSANNE LANGNER – Alt
MARKUS SCHÄFER – Tenor
KLAUS MERTENS – Bass
COLLEGIUM VOCALE LEIPZIG
KAMMERCHOR DER SCHLOSSKAPELLE SAALFELD
MERSEBURGER HOFMUSIK
MICHAEL SCHÖNHEIT – Leitung

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)    
„Ein fest Burg ist unser Gott„ BWV 80
Kirchenmusik zum Reformationsfest
in der Fassung von Wilhelm Friedemann Bach
für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, 2 Oboen und Oboen d'amore
Oboe da caccia Fagott,  3 Trompeten, Pauken, Streicher
und Basso continuo

Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)    
„Der Tag des Gerichts“ TWV 6:8     
Singgedicht in vier Betrachtungen von Christian Wilhelm Alers 
               
für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, 2 Oboen, Fagott, 2 Hörner
2 Trompeten, Pauken, Streicher und Basso continuo

Georg Philipp Telemanns „Der Tag des Gerichts“ gehört zu den Spätwerken des Komponisten und gilt als sein letztes Oratorium. Das Libretto aus dem Jahre 1761entstammt der Feder des Theologen, Dichters und Philosophen Christian Wilhelm Alers, der 1737 in Hamburg geboren ein Schüler Georg Philipp Telemanns am Hamburger Johanneum war.
Das in den letzten Lebensjahren des Komponisten entstandene Werk wurde in Hamburg relativ selten aufgeführt – der musikalische Geschmack hatte sich bereits gewandelt. Dennoch spielt „Der Tag des Gerichts“ in der Rezeptionsgeschichte der Musik Telemanns eine herausragende Rolle, bildet das Werk den Ausgangspunkt der Telemann-Renaissance im 20. Jahrhundert. Innerhalb der Reihe „Denkmäler Deutscher Tonkunst“ gab Max Schneider (1875-1967) das Werk 1907 zusammen mit der ebenfalls von Telemann stammenden Kantate Ino heraus. Seine Ausgabe leitete er ein, indem er die beiden großen Autobiographien Telemanns von 1718 und 1740 abdruckte und mit eigenen Forschungsergebnissen und der Auswertung jüngerer Literatur zu einem Lebensbild Telemanns ergänzte.
Johann Sebastian Bachs Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ eröffnet diesen Abend nicht ohne Grund. Bach war freundschaftlich mit Telemann verbunden. Dieser war Taufpate Carl Philipp Emanuels, dem zweitältesten Sohnes Johann Sebastians. In den Leipziger Jahren erklangen unter Bachs Leitung auch Werke Telemanns in Gottesdienst und Konzert, zudem kann man „Ein feste Burg ist unser Gott“ als Lebensmotto beider lutherisch-protestantischer Kirchenmusiker betrachten.