Telemann-Wochenende
Im Gedenken an den 250. Todestag von Georg Philipp Telemann
am 25. Juni 1767
Oratorium, Kirchenmusik und Kammermusik


Sonnabend, 24. Juni 2017, 17 Uhr Dom zu Merseburg

Konzert zum Johannestag, gefördert durch die MBM Mitteldeutsche Barockmusik - e.V.
„Der Tag des Gerichts – Georg Philipp Telemanns Spätwerk“

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
„Ein fest Burg ist unser Gott“ BWV 80
Kirchenmusik zum Reformationsfest in der Fassung von Wilhelm Friedemann Bach
für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, 2 Oboen und Oboen d'amore, Oboe da caccia Fagott, 3 Trompeten, Pauken, Streicher
und Basso continuo

Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)    
„Der Tag des Gerichts“ TWV 6:8
Singgedicht in vier Betrachtungen von Christian Wilhelm Alers 
für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, 2 Oboen, Fagott, 2 Hörner
2 Trompeten, Pauken, Streicher und Basso continuo

GESINE ADLER – Sopran, SUSANNE LANGNER – Alt, MARKUS SCHÄFER – Tenor, KLAUS MERTENS – Bass,
COLLEGIUM VOCALE LEIPZIG, KAMMERCHOR DER SCHLOSSKAPELLE SAALFELD, MERSEBURGER HOFMUSIK,
MICHAEL SCHÖNHEIT – Leitung

Georg Philipp Telemanns „Der Tag des Gerichts“ gehört zu den Spätwerken des Komponisten und gilt als sein letztes Oratorium. Das Libretto aus dem Jahre 1761entstammt der Feder des Theologen, Dichters und Philosophen Christian Wilhelm Alers, der 1737 in Hamburg geboren ein Schüler Georg Philipp Telemanns am Hamburger Johanneum war. Das in den letzten Lebensjahren des Komponisten entstandene Werk wurde in Hamburg relativ selten aufgeführt – der musikalische Geschmack hatte sich bereits gewandelt. Dennoch spielt „Der Tag des Gerichts“ in der Rezeptionsgeschichte der Musik Telemanns eine herausragende Rolle, bildet das Werk den Ausgangspunkt der Telemann-Renaissance im 20. Jahrhundert. Innerhalb der Reihe „Denkmäler Deutscher Tonkunst“ gab Max Schneider (1875-1967) das Werk 1907 zusammen mit der ebenfalls von Telemann stammenden Kantate Ino heraus. Seine Ausgabe leitete er ein, indem er die beiden großen Autobiographien Telemanns von 1718 und 1740 abdruckte und mit eigenen Forschungsergebnissen und der Auswertung jüngerer Literatur zu einem Lebensbild Telemanns ergänzte.
Johann Sebastian Bachs Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ eröffnet diesen Abend nicht ohne Grund. Bach war freundschaftlich mit Telemann verbunden. Dieser war Taufpate Carl Philipp Emanuels, dem zweitältesten Sohnes Johann Sebastians. In den Leipziger Jahren erklangen unter Bachs Leitung auch Werke Telemanns in Gottesdienst und Konzert, zudem kann man „Ein feste Burg ist unser Gott“ als Lebensmotto beider lutherisch-protestantischer Kirchenmusiker betrachten. >>
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Sonntag, 25. Juni 2017, 10 Uhr Dom zu Merseburg

Festgottesdienst zum Tag der Augsburgischen Konfession
im Gedenken an den 250. Todestag von Georg Philipp Telemann am 25. Juni 1767
Kirchenmusik von Georg Philipp Telemann im Gottesdienst

„Singet dem Herrn ein neues Lied“
Psalm 96 für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, Streicher und Basso continuo

Missa brevis über „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ TWV 9:2
für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Streicher und Basso continuo

„Du bleibest dennoch unser Gott“ TWV 13:9b
Kirchenmusik zur 200-Jahfeier der Augsburgischen Konfession für Sopran, Bass, Streicher und Basso continuo

DOMPREDIGER DR. MARTIN EBERLE – Liturgie und Predigt,
FRANZISKA ZWINK – Sopran, SUSANNE LANGNER – Alt, MARKUS SCHÄFER – Tenor, KLAUS MERTENS – Bass,
COLLEGIUM VOCALE LEIPZIG, KAMMERCHOR DER SCHLOSSKAPELLE SAALFELD, MERSEBURGER HOFMUSIK,
DOMORGANIST MICHAEL SCHÖNHEIT – Musikalische Leitung und Orgel >>
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Sonntag, 25. Juni 2017, 17 Uhr Barockkirche Burgliebenau

Kammermusik - Viola da Gamba solo
„Eine Neuentdeckung – Zwölf Fantasien für Viola da Gamba solo“

„Es sind nicht in allen Muscheln Perlen, aber man muß sie alle durchsuchen.“

Georg Philipp Telemanns 12 Fantasien für Viola da Gamba galten Musikliebhabern über Generationen hinweg als das verschollene Bernstein-Zimmer der solistischen Gambenmusik: Ihre Veröffentlichung im Jahre 1735 war zweifelsfrei belegt, doch schien nicht ein einziges Druckexemplar die Zeiten überdauert zu haben. Die Suche nach dem Verbleib der Gambenfantasien steigerte das Interesse an ihnen in einem Maße, wie es selbst Telemanns gewitzter Verkaufsstrategie zur Ehre gereicht hätte. Der überraschende Fund des vermutlich einzigen erhaltenen Druckexemplares aus dem Telemannischen Verlag durch Thomas Fritzsch darf mit Fug und Recht als musikalische Sensation bezeichnet werden.


Georg Philipp Telemann (1681 - 1767):  
Zwölf Fantasien für Viola da Gamba solo
FANTAISIES pour la BASSE de VIOLLE,
faites et dediées à M.r Pierre Chaunell, par Telemann.

Fantasia 1 [c-Moll] TWV 40:26
Adagio / Allegro / Adagio / Allegro – Allegro

Fantasia 2 [D-Dur] TWV 40:27
Vivace / Andante / Vivace – Presto

Fantasia 3 [e-Moll] TWV 40:28
Largo – Presto – Vivace
Fantasia 4 [F-Dur] TWV 40:29
Vivace – Grave – Allegro

Fantasia 5 [B-Dur] TWV 40:30
Allegro – Largo – Allegro

Fantasia 11 [d-Moll] TWV 40:36
Allegro – Grave – Allegro

Pause

Fantasia 6 [G-Dur] TWV 40:31
Scherzando – Dolce – Spirituoso

Fantasia 9 [C-Dur] TWV 40:34
Presto – Grave – Allegro

Fantasia 12 [Es-Dur] TWV 40:37
Andante –Allegro – Vivace

Fantasia 7 [g-Moll] TWV 40:32
Andante – Vivace – Allegro

Fantasia 10 [E-Dur] TWV 40:35
Dolce / Allegro / Dolce / Allegro – Siciliana – Scherzando

Fantasia 8 [A-Dur] TWV 40:33
Allegro – Grave – Vivace


THOMAS FRITZSCH – Viola da gamba

Viola da gamba Lady Amber (siebensaitig), Holleschau (Mähren), 1774
Viola da gamba (siebensaitig) von Johann Casper Göbler
Breslau, 1784, ex Joachim Carl Graf von Maltzan >>

 

Herzlich willkommen, liebe Orgelfreunde!

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Internetadresse und möchten Sie gern einladen, sich auf den folgenden Seiten ein Bild zu machen von dem, was wir Ihnen in Merseburg und Umgebung in diesem Jahr an Konzerten anbieten dürfen. Die Merseburger Orgeltage, die mein verdienter Vorgänger Hans-Günther Wauer an der Merseburger Domorgel in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begründete, gehören zu den großen Orgelfesten in Europa. Sie haben im Musikleben Sachsen-Anhalts einen festen Platz und ziehen alljährlich im September zahlreiche Musikliebhaber aus aller Welt in unseren schönen Merseburger Dom. Wir haben die Orgeltage 1994 in einer kritischen Situation mit unserem Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V. übernommen und zu neuer Blüte führen dürfen. Besonders dankbar sind wir, daß es uns gelungen ist, auch die großartige Ladegast-Orgel selbst durch eine vorbildliche Restaurierung in den Jahren 2002-2004 wieder in den Zustand versetzen lassen zu können, in dem sie der große mitteldeutsche Orgelbauer Friedrich Ladegast der Nachwelt hinterlassen hatte.
Zudem gibt es in unserer Regie weitere Veranstaltungsreihen, auf die wir Ihr Interesse lenken möchten:
die Merseburger Dom-Musik und den Orgelklang 12 im Merseburger Dom, dazu seit 1992 auch die Konzerte in der Barockkirche Burgliebenau und den Orgelsommer im Merseburger Land, das reich ist an historischen Orgeln (darunter allein 10 Ladegast-Orgeln).

Wir laden Sie herzlich ein, uns in Merseburg oder einem unserer anderen Konzertorte zu besuchen und freuen uns auf Ihren Besuch.


Michael Schönheit

Gewandhausorganist zu Leipzig 

Domorganist zu Merseburg 

Vorsitzender des Freundeskreises Musik und Denkmalpflege 

in Kirchen des Merseburger Landes e. V.


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